»Gutes Klima Festival« – mehr als ein Event
Unsere Vision für ein »GUTES KLIMA«
Unser Festival-Rezept in Kürze
Für die Basis nehmen wir eine große Portion schöne Atmosphäre der »Zeche Carl«, fügen Straßentheater und Musik hinzu und verfeinern mit ungewöhnlich gutem vegan-vegetarischem Essen. Als Topping stellen wir eine einmalige und riesige Mischung aus Engagement aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, die sich sehen lassen kann. Diese haben die vermeintlich schwere Kost der vielfältigen Themen rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit so liebevoll aufbereitet, dass sie einladend und gut verdaulich ist.
Unsere drei Säulen des Festivals
Vielfalt der Initiativen
Das kann sich sehen lassen!
Seit 2021 bringen wir Engagierte aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammen: mit vielfältigen Themen zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit – einladend, liebebevoll aufbereitet und motivierend.
Food & Drinks
Frisch, fair und voller Geschmack!
Wie bunt und lecker vegetarische Küche sein kann! Fast überall auf dem Festivalgelände erwarten euch kreative Gerichte aus aller Welt – mit Liebe zubereitet.
Kulturprogramm
So bunt wie das Festival!
Hier wird Kultur lebendig: Ganz nach dem Motto ,Kunst ploppt auf‘ begegnet ihr rund um die Zeche Carl überraschenden Momenten aus Straßentheater, Akrobatik und Musik.
Wie alles begann ...
Die Energie der Fridays-for-Future-Bewegung im Jahr 2019 war überall spürbar – auch in Essen lag Aufbruchstimmung und Entschlossenheit in der Luft. Initiativen aus der ganzen Stadt fanden zusammen und gründeten das Netzwerk »Gemeinsam für Stadtwandel Essen«. Neben dem Einfordern von mehr Politik und Handeln für mehr Klimaschutz bewegten uns jedoch weitere Fragen: Wie können wir zeigen, wie viel Engagement, Wissen und Herzblut in unserer Stadt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit bereits lebendig ist? Wie können wir einen Ort schaffen, an dem Menschen einander begegnen, Ideen teilen, voneinander lernen – und gemeinsam Zukunft gestalten?
Wir wollten mehr als informieren. Wir wollten begeistern und verbinden. Ein Forum schaffen, das Mut macht und in dem Klimaschutz nicht nur als Herausforderung erscheint, sondern als gemeinsames Projekt voller Kreativität und Lebensfreude.
Und plötzlich war sie da, die Idee: Lasst uns feiern! Feiern, wie sich ein gutes Klima anfühlt und gemeinsam gestaltet werden kann – im meteorologischen wie im sozialen Sinn. Offen, bunt, inspirierend. Ein Fest, das Menschen zusammenbringt und zeigt: Veränderung macht Freude. So wurde die Vision eines »Gutes Klima Festival« geboren.
Motiviert durch die Energie und die Mobilisierung der Fridays-for-Future-Bewegung 2019, suchten wir nach einem Format, das die Bandbreite des Engagements der ganzen Stadtgesellschaft in den Themenfeldern Klimaschutz und Nachhaltigkeit repräsentiert. Wir wollten ein Forum schaffen, auf dem Menschen sich treffen, austauschen und gemeinsam diese Themenvielfalt erleben können. Und das auf eine positive und erlebnisreiche Weise. Wir wollten keine langweiligen Infostände, sondern eine Veranstaltung, die zum Mitmachen einlädt, respektvollen Austausch fördert und die Themen auf eine lebendige und zugängliche Art präsentiert.
All das geht am besten mit einem Fest: Uns wurde klar, dass wir Klimaschutz und ein nachhaltigeres Leben feiern möchten! Ein Fest für gutes Klima, im meteorologischen wie auch im sozialen Sinn: einfach, gemeinsam und kreativ. Unser Unsere Vision für ein »Gutes Klima Festival« war erfunden.
Mehr über unser Festival
2021 ging es los – unter Corona-Bedingungen und mit viel Abstand. Vom Gelände der Zeche Carl bis hinein nach Altenessen spannten wir unser erstes Festival auf. Trotz aller Einschränkungen starteten wir mit über 80 Mitmachenden – ein starkes Zeichen dafür, wie groß der Wunsch nach Austausch, Vernetzung und gemeinsamer Veränderung war.
Seit 2022 feiern wir das Festival zentral auf der Zeche Carl. Hier finden wir die passende Atmosphäre, kurze Wege und genau die Stimmung, die unser Festival ausmacht. Seither wachsen wir weiter: Die Zahl der Mitmachenden steigt – und ebenso die unserer Besucher:innen. Das erfüllt uns mit Dankbarkeit und motiviert uns jedes Jahr aufs Neue.
2023 wurde unser Engagement mit dem Heimatpreis der Essen ausgezeichnet. 2025 folgte der Regenbogenpreis der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Landschaftsversammlung Rheinland. Diese Würdigungen bestärken uns in unserer Vision eines Festivals für ein gutes Klima – im sozialen wie im ökologischen Sinne.
Jedes Jahr denken wir weiter: Was können wir anders machen? Was besser? Welche Themen brauchen mehr Sichtbarkeit? Seit 2024 beziehen wir darum die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen konsequent in unsere Planungen ein und machen sie auf dem Festivalgelände erlebbar. Außerdem rücken wir gezielt Schwerpunktthemen in den Fokus. Den Auftakt machten „Klima & Gesundheit“ sowie die „Planetary Health Diet“.
Zu unserem fünfjährigen Jubiläum 2025 setzten wir weitere Impulse: Der „Weltacker“ feierte bei uns Premiere, die „Reparaturkultur“ wurde gemeinsam mit dem MURX-Festival aus Bochum gefeiert, und mit „Green Business“ in Kooperation mit „KUER.NRW – Grüne Gründungen Nordrhein-Westfalen“ präsentierten wir erstmals nachhaltiges Unternehmertum auf dem Festival.
Der Erfolg war so groß, dass wir 2026 den Campus „Green Business 2.0“ organisieren. Ein „Young Power“-Campus lädt besonders junges Engagement ein, und die Ernährungsräte NRW bringen die landesweite Ernährungswende nach Essen.
Wir sind und bleiben ein Festival für neugierige Entdecker:innen und erfahrene Expert:innen. Mitmachen, ausprobieren, ins Gespräch kommen – das ist ausdrücklich erwünscht. Wir zeigen gute Alternativen auf, ohne erhobenen Zeigefinger.
Seit unserem fünfjährigen Jubiläum tragen wir die Idee des guten Klimas über den Festivaltag hinaus in die Stadt. Im Rahmen der Kampagne „Zeit für Gutes Klima” zeigten 15 Kulturakteur:innen in mehr als 40 Veranstaltungen,dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit auch in der Essener Kulturszene in vielfältigen Formaten auf unterschiedliche künstlerische oder auch bildende Weise thematisiert wurde.
Seit fast 50 Jahren ist die Zeche Carl ein prägender Ort für Soziokultur im Essener Norden – und bleibt dabei ständig in Bewegung. Mit Konzerten, Comedy, Festivals, Kinderprogrammen, Partys und Künstlerischen Projekten sowie Stadtteilprojekten bringt sie Menschen aller Generationen zusammen. Was die Zeche Carl besonders macht? Sie ist mehr als eine Bühne: ein Ort für Begegnung, Teilhabe und gemeinsames Erleben. Offen, vielfältig und nah am Stadtteil. Ein Ort, an dem vieles möglich ist – und immer wieder Neues entsteht. www.zechecarl.de
Gemeinsam für Stadtwandel Essen – Mit dem Netzwerk „Gemeinsam für Stadtwandel Essen“ möchten wir das vielfältige Engagement von Essener Initiativen stärken und sichtbarer machen. Wir wollen Projekte mit auf den Weg bringen (wie z.B. die Gießkannenheld:innen) und auch politisches Handeln anstoßen (wie das Abfallvermeidungskonzept). Aller Wandel hin zu einer zukunftsfähigen und lebenswerten Stadt ist nur im Zusammenwirken der gesamten Stadtgesellschaft möglich. www.gemeinsam-fuer-stadtwandel.de
Altenessen.blüht – Die Welt von morgen wächst vor Ort. Altenessen.blüht ist ein Netzwerk von Akteur:innen aus Klima- und Nachhaltigkeitsinitiativen und sozialen Institutionen, entstanden im Essener Norden, adaptiert von weiteren Stadtteilen: Vogelheim.blüht, Bergerhausen.blüht und Heisingen.blüht sind auch noch dabei. Ziel ist, Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf vielfältige Weise im Alltag der Bürger:innen zu verankern und „Biodiversität“ und „Soziales Handeln“ zusammenzudenken – in vielen kleinen Schritten und mit Herzblut. Selbstverständlich wird gesät, gestaltet und geerntet gemeinsam mit allen – gelebte Teilhabe im Stadtteil. www.altenessen-blueht.de
LIV (Leben in Vielfalt) Essen e.V. fördert Engagement für Klima-, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, gesellschaftliches Miteinander sowie Bildungsangebote vor allem im Stadtteil Werden. Der Verein bietet im Haus Wunderbar fast täglich Veranstaltungen zu den vereinseigenen Themen an, stellt seine Räumlichkeiten nach dem Frei.Raum-Prinzip anderen engagierten Menschen zur Verfügung, pflanzt eine Streuobstwiese oder bietet Fahrten mit RoLFi an – dem Rollstuhl-Lastenrad inklusive. www.liv-ev.org, www.hauswunderbar.org
Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung sind das Versprechen für eine bessere Welt. Sie stehen für Hoffnung, Zusammenhalt und die Verantwortung, die wir alle gemeinsam tragen. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – kurz SDGs – sind das gemeinsame Versprechen der Weltgemeinschaft, die Erde zu einem besseren Ort für alle Menschen und für die Natur zu machen.
Die SDGs verbinden globale Herausforderungen wie Armut, Klimawandel, Ungleichheit, Frieden und Umweltschutz zu einem großen Ganzen. Sie zeigen: Jeder einzelne Schritt zählt. Die Ziele sind ein Appell an Politik, Wirtschaft und
Zivilgesellschaft – auch an jeden Einzelnen von uns. Denn nur gemeinsam können wir eine gerechtere, gesündere und lebenswertere Welt schaffen.
Wir laden euch ein, die SDGs auf unserem Festival kennenzulernen, zu erleben und mitzugestalten. Bei uns könnt ihr entdecken, wie vielfältig und spannend Nachhaltigkeit im Alltag sein kann. Ob Upcycling, nachhaltiger Foodtruck oder Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene: Ihr erlebt, wie einfach es ist, selbst aktiv zu werden und etwas zu bewegen.
Gemeinsam Zukunft gestalten
Jeder kann helfen, die SDGs zu erreichen – im Kleinen wie im Großen. Das „Gutes Klima Festival“ ist der perfekte Ort, um sich zu informieren, auszuprobieren, zu vernetzen und gemeinsam Spaß zu haben. Kommt vorbei, lasst euch inspirieren und werdet Teil der Bewegung für eine schönere, gerechtere und gesündere Welt! Lasst uns gemeinsam das Versprechen der SDGs leben – für uns, für unsere Kinder und für unseren Planeten. Veränderung beginnt bei uns selbst – und gemeinsam geht es leichter!
A. Vision und Ziele
Das Gutes Klima Festival feiert Klima-, Umweltschutz und Nachhaltigkeit mit Musik, Kultur und Gemeinschaft – im Einklang mit der Natur und widerstandsfähig gegen die Herausforderungen von morgen.
1. Vision
Das Gutes Klima Festival steht für eine nachhaltige und klimafitte Veranstaltungskultur, die ökologische Verantwortung, sozialen Zusammenhalt und kulturelle Kreativität vereint. Wir sind uns als Veranstalter eines Nachhaltigkeitsfestivals unserer besonderen Verantwortung für eine weitestgehend nachhaltige Festivalorganisation wie auch der Berücksichtigung von Klimaanpassungs- und Klimawandelfolgenmaßnahmen bei der Organisation und Durchführung unseres Festivals bewusst. Wir sehen uns bei den Herausforderungen der möglichen Maßnahmen und der Erreichung von den bestmöglichen Zielen als aktive Gestalterinnen, die von Festival zu Festival neue, weitere und passende Maßnahmen – auch im Austausch und basierend auf den Erfahrungen anderer Veranstalter:innen – umsetzen. Der Weg ist für uns das Ziel und soll letztendlich als Inspiration auch für andere Events dienen, die sich ebenfalls vornehmen, nicht nur umweltfreundlich und ressourcenschonend, sondern auch widerstandsfähig gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu sein und Verantwortung für den Gesundheitsschutz von Besuchenden und Mitarbeitenden zu übernehmen. Das Gutes Klima Festival ist bestrebt, die Umweltwirkungen des Festivals für die Stadt Essen so gering wie möglich zu halten.
Leitgedanken der Vision:
🔸 Bewusst feiern: Eine Veranstaltung, die Spaß und Vergnügen ermöglicht, ohne die Umwelt oder künftige Generationen zu belasten.
🔸 Klimafestigkeit: Ein Festival, das auf Wetterextreme vorbereitet ist und gleichzeitig die Anpassung an den Klimawandel aktiv gestaltet.
🔸 Gemeinschaft stärken: Alle Stakeholder (Besucher:innen, Mitarbeitende, Partner:innen) arbeiten gemeinsam an einer nachhaltigeren Zukunft.
2. Ziele
Ein Festival zu 100% nachhaltig zu gestalten bzw. den ökologischen Fußabdruck auf 0 zu reduzieren oder eine 100% Sicherheit bei Extremwetterereignissen zu gewährleisten, ist für uns erstrebenswert, scheitert jedoch z.B. an den gegebenen Voraussetzungen: der vorhandenen Location (denkmalgeschützte Zeche), an der Vielfalt der Mitmachenden und Besucher:innen, die zwar alle informiert sein könnten, aber in der unterstützenden Umsetzung nicht kontrollierbar sind und zuletzt auch an dem vorhandenen begrenzten Budget. Die Ziele sind darum so formuliert, wie sie realistisch betrachtet auch mit den gegebenen Bedingungen eines zum großen Teil ehrenamtlich organisierten Festivals erreichbar sind.
2.1 Ökologische Verantwortung übernehmen:
🔸 weitestgehende Reduktion des ökologischen Fußabdrucks des Festivals
🔸 weitestgehende Reduktion des Müllaufkommens, z.B. durch Einführung eines Pfandsystems für Getränke und Geschirr
🔸 100 %iger Einsatz von erneuerbaren Energien
🔸 Förderung der Biodiversität durch Restkompensation, z. B. durch Pflanzung von Bäumen oder Renaturierung von Flächen in Essen
2.2 Resilienz gegenüber Klimafolgen schaffen:
🔸 durchgängiges Mitdenken von Klimawandelfolgen und deren Risiken wie Hitze, Starkregen oder Sturm 🔸 Minimierung der Folgen auf alle Teilnehmenden
Entwicklung einer Infrastruktur, die sowohl klimafest als auch nachhaltig ist
2.3 Ressourcen bewusst nutzen:
🔸 Wasserverbrauch
🔸 Mehrfachnutzung der gekauften Materialien
🔸 Neuanschaffung von nachhaltigen Materialien
2.4 Sozialverträglichkeit fördern:
🔸 Schaffung eines Festivals, das inklusiv und barrierefrei für alle ist
🔸 Faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen
Förderung lokaler und regionaler Anbieter, um die Wertschöpfung in der Region zu steigern
2.5 Bildung und Sensibilisierung:
🔸 Sensibilisierung der Besuchenden, Mitmachenden und Mitarbeitenden für nachhaltiges Verhalten durch z.B. Workshops, Aktionen, Informationskampagnen.
🔸 Die Maßnahmen sollen für alle Beteiligten sichtbar und transparent sein und kommuniziert werden, um den Sensibilisierungseffekt zu erhöhen.
B. Maßnahmen zur Erreichung der Ziele nach Handlungsfeldern
Die Ziele können sowohl einzeln als auch innerhalb einzelner Handlungsfelder durch konkrete und umsetzbare Maßnahmen erreicht werden. Auch die Maßnahmen selbst unterliegen den o.g. äußeren Bedingungen, werden der Vollständigkeit halber jedoch mit aufgeführt. Die Maßnahmen können fortlaufend ergänzt werden. Das Monitoring der Umsetzung wird in einem eigenen Kapitel behandelt.
1. Energie und Infrastruktur
1.1 Nachhaltigkeitsaspekt:
🔸 Einsatz zusätzlicher Energie möglichst durch erneuerbare Energien (z. B. Solarpanels)
🔸 Reduzierung der Stromnutzung auf ein Minimum und 🔸 Vermeidung von unnötigem Energieverbrauch durch Sensibilisierung, aufsuchendes Gespräch
🔸 Einsatz von Smart-Grids zur Optimierung des Stromverbrauchs
🔸 Vertrag mit einem nachhaltigen Ökostromanbieter
1.2 Klimaanpassungsaspekt:
Einsatz von wasserdichten Kabeln und Generatoren als Schutz vor Starkregen
🔸 Einsatz von wetterfesten Zelten und Bühnenkonstruktionen durch die Zeche Carl
Wettermonitoring
🔸 eigene und bei allen Mitmachenden eingeforderte Sicherheitsvorkehrungen bei unsicheren Wetterlagen (z.B. Pavillonsicherung)
2. Mobilität und Logistik
2.1 Nachhaltigkeitsaspekt:
Förderung einer umweltfreundlichen Anreise, z.B. durch
🔸besonders viele und sichere Fahrradparkplätze,
🔸 Einrichtung/Zurverfügungstellung von E-Bike-Ladestationen,
🔸 vergünstigte ÖPNV-Tickets durch Kooperation mit der Ruhrbahn,
🔸 Bewerbung und Förderung von Car-Sharing.
🔸 Anzahl der verfügbaren Parkplätze begrenzen
🔸 “No-Car-Initiative”: Festivalgelände ist während des Festivals autofrei
Klare und frühzeitige Kommunikation aller umweltfreundlichen Anreisemöglichkeiten, z.B. durch
🔸 Bereitstellung von Zug- und Busverbindungen
🔸 Aufzeigen von Fahrradwegen
🔸 Bereitstellung von Tools, die den CO₂-Fußabdruck der Anreise berechnen und nachhaltigere Optionen vorschlagen.
🔸 “Storytelling”: Teilen der Geschichten von Besucher:innen, die auf kreative Weise nachhaltig zum Festival reisen (z. B. per Fahrrad aus einer anderen Stadt).
🔸 Regionaler Einkauf zur Minimierung von Transportwegen.
2.2 Klimaanpassungsaspekt:
🔸 wind- und wettersicherer Aufbau der Pavillons
🔸 Fahrradabstellplätze nicht in Starkregensammelflächen einrichten
3. Müllmanagement und Ressourcenschonung
3.1 Nachhaltigkeitsaspekt:
🔸 Verzicht auf Einweggeschirr
🔸 Nutzung eines Mehrweg- und Pfandsystems für Geschirr, Becher und Besteck.
🔸 rechtzeitige Kommunikation und Förderung eines nachhaltigen Verhaltens, z. B. durch Anreize für die Nutzung oder das Mitbringen von Mehrweggeschirr und Taschen für Giveaways oder Gebasteltes.
🔸Recyclingstationen mit Mülltrennung für Besucher:innen mit klarer Beschilderung
🔸 Neuanschaffungen werden immer unter dem Aspekt der Mehrfachnutzung getätigt.
🔸 Neuanschaffungen sollen aus nachhaltigen, möglichst recycelten Materialien hergestellt sein. Zumindest muss es up- oder recyclebar sein.
🔸 Verzicht auf überflüssige Druckmaterialien; klimafreundliche und umweltschonende Drucke werden immer bevorzugt.
🔸 Zusammenarbeit mit der EBE als örtlichem Entsorgungsbetrieb
3.2 Klimaanpassungsaspekt:
🔸 Verwendung wetterfester Materialien bei Abfallbehältern
4. Besucher:innen-Komfort und Gesundheitsschutz
4.1 Nachhaltigkeitsaspekt:
🔸 Barrierefreier Zugang und inklusive Maßnahmen für alle Besucher
🔸 Barrierefreie Toiletten
🔸 Zur Zurverfügungstellung von kostenloser biologisch abbaubarer Sonnencreme und von DEET-freiem Mücken-/Zeckenabwehrspray.
4.2 Klimaanpassungsaspekt:
🔸 Ausreichende Beschattung für Mitmachende und Besucher:innen durch Einrichtung von beschatteten Ruhezonen
🔸 ausreichend Sitzplätze
🔸 Bereitstellung von Trinkwasserstationen
🔸 Erste-Hilfe-Stationen mit Fokus auf Hitzeschutz (z.B. Kühlpacks, Ventilatoren).
🔸 Wetterwarnsysteme via Lautsprecher, um die Besucher rechtzeitig über drohende Gefahren (Hitze, Sturm) zu informieren.
🔸 Wettermonitoring
🔸 Zusammenarbeit mit lokalen Behörden für Notfall- und Wetterpläne.
🔸 Schulung und Einbindung der Mitarbeitenden und Helfenden in Nachhaltigkeits- und Klimaanpassungsthemen und -maßnahmen.
5. Kommunikation und Transparenz aller Nachhaltigkeits- und Klimaanpassungsaspekte
Information der Besucher:innen über alle nachhaltigen, klimaanpassenden und klimaschonenden Maßnahmen des Festivals und deren Hauptanliegen zur Sensibilisierung für die Bedeutung von Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und -schutz
🔸 durch Informationen am Infostand
🔸 auf der Webseite
🔸 auf Socialmedia
Schwerpunktthemen des jeweiligen Jahres sollen deutlich kommuniziert werden – durch extra Kommunikation über Newsletter, Social Media und Webseite.
🔸 Kommunikation über das Verpflegungskonzept (bio, regional, saisonal, fair, vegan/vegetarisch etc.) als Bildungskonzept.
🔸 Einführung eines “Nachhaltigkeits- und Klimawirkungsberichts” nach jedem Festival.
🔸 Einrichtung einer Feedback-Plattform, um die Bedürfnisse der Besucher:innen besser zu verstehen und Verbesserungen zu identifizieren.
C. Umgesetzte Maßnahmen, Monitoring und Evaluierung – Nachhaltigkeit messbar machen
Das Kernteam vom “Gutes Klima Festival” strebt die Umsetzung der Maßnahmen und Erreichung der Ziele an. Es kann die Maßnahmen jedoch nur mit Unterstützung von Fachpersonal stringent umsetzen oder die Indikatoren erheben. Dafür braucht es fachkundiges Personal, technisches Knowhow und die Unterstützung der Betreiber der Zeche Carl wie auch der Mitmachenden und Besucher:innen. Das, was umgesetzt und unkompliziert erhoben werden kann, wird das Kernteam sukzessive machen. So sind bereits zu diesem Zeitpunkt einige Maßnahmen eingeleitet, umgesetzt oder geplant.
Das Kernteam strebt an, die Erreichung der Ziele (A 2.) und die Umsetzung der Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern (B) – soweit es ohne weitere Expertise möglich ist – nachzuhalten und öffentlich zu machen, um sowohl die Probleme aber auch die Erfolge eines vor allem ehrenamtlich organisierten Festivals sichtbar und nachmachbar zu machen.
D. Langfristige Perspektive
🔸 Weiterentwicklung des Konzeptes auf Basis von Erfahrungswerten.
🔸 Investitionen in innovative, klimafreundliche Technologien (z. B. mobile Solaranlagen).
🔸 Kooperation mit anderen Festivals zur Schaffung von Best Practices.